Sperrung der Küche

Hallo zusammen,

mit Verweis auf Küchennutzung, Sauberkeit und unsoziales Verhalten sperren wir ab sofort die Küche.

Neben einigen anderen Entdeckungen sprang mir vergangenen Freitag ein gebrauchter Teller - offenkundig mit Chips entgegen, nachdem ich einen sauberen Teller im Schub hochgehoben habe.

Zur Veranschaulichung:

Die Übeltäter dürfen sich gerne melden, damit die Küche für alle anderen Gruppen wieder freigegeben wird.

Moin Simon,

Ich finde es auch bedauerlich, dass teilweise unsorgfältig mit der Küche umgegangen wird. Vor allem ein Chipsteller bedarf nicht großer Reinigung und sowas ist dann natürlich extra doof.

Allerdings verstehe ich nicht, weshalb hier auf eine kollektive Bestrafung gesetzt wird. Im „Haus der Jugend“ sollte eine andere Pädagogik gelebt werden, beispielsweise eine in der man miteinander spricht. Wie wäre es mit einem Treffen aller Küchennutzer*innen oder auch erstmal einfach aller Jugendverbände. Dort könnten gemeinschaftlich Küchenregeln aufgestellt und auch entsprechende Konsequenzen besprochen werden.

Wir würden uns freuen wenn die Küche bald wieder nutzbar ist und dann mehr auf Sauberkeit geachtet wird, sodass sich der Vorstand wichtigeren Aufgaben widmen kann.

Liebe Grüße

John Erkens von Stamm Parzival

Moin in die Runde,

Der Chipsteller war hier vermutlich nur der Tropfen, der das sprichwörtliche Fass zum Überlaufen gebracht hat.
Es fehlen auch monatlich mehr Sachen aus der Küche. Als Beispiel: es stehen DREI Küchenmaschinen in der Küche, nur noch EINE Schüssel dafür ist vorhanden. Ebenso fehlen zunehmend Handtücher und Lappen. Dafür tauchen fremde Dinge in der Küche auf, welche hier eigentlich nicht hingehören.

Weil dies vermutlich der einzige Weg ist, um einen harten Cut für eine Inventur, Grundreinigung und Neuaufstellung der Regeln ist.

Kann ja noch kommen, einige Missstände bedürfen radikalere Mittel, um weitere Schäden am zu verhindern.

Wird es im Nachgang sicherlich geben, Küchennutzende sind ja defacto alle, sei es Karteninhabende, weitere Zugehörige der SJR-Mitgliedsverbände, oder aber schlicht Gäste eben dieser. Inwieweit die Stadt hier noch eine Nutzung hat, weiß ich nicht.
Die Konsequenz der Missachtung, eigentlich selbstverständlicher, Regeln ist nun eine vorübergehende Schließung.

Hierüber würden sich vermutlich alle Küchennutzenden freuen. Solange es aber nicht klappt, muss es härtere Kontrollen geben oder bei Wiederholungen, einen kompletten Ausschluss einzelner Personen/Gruppen.

Die Rahmenvereinbarung zur Raumnutzung (§1 Absatz 2) erlauben es, einzelne Räume über Einzelverträge zu regeln, dies wäre vermutlich eine mögliche Option für die Küche.
Diese Einzelverträge können dann die Regeln und Pflichten der Nutzenden enthalten.

Vermutlich wird es aber nur mit einer engeren Kontrolle auch nachhaltig klappen. Das Phänomen ist keineswegs nur in dieser Küche so, ich kenne es auch aus der Büroküche auf der Arbeit oder anderen Gemeinschaftsküchen (Hostels, Ferienwohnungen, etc). Sobald es nicht mehr selbstgenutztes Eigentum ist, gehen Menschen damit deutlich schlechter um.

Ohne regemäßige Kontrollen und entgegenwirkenden Maßnahmen ist es einfach nicht möglich.

Liebe Grüße

Jens Ellerbrock
Freifunk Nordwest e. V.

Moin Jens,

vielen Dank für deine Rückmeldung und die Einordnung aus eurer Sicht. Wir möchten als Stamm Parzival dennoch deutlich machen, warum wir die vollständige Schließung der Küche weiterhin kritisch sehen und uns eine andere Herangehensweise wünschen.
Aus unserer Erfahrung in der Jugendarbeit sind Kollektivstrafen kein angemessenes pädagogisches Mittel. Sie treffen auch diejenigen, die sich korrekt verhalten haben, und erzeugen eher Frust, Ohnmachtsgefühle und Rückzug als Einsicht oder Verantwortungsübernahme. Gerade junge Menschen lernen Verantwortung nicht durch Ausschluss, sondern durch Beteiligung und Konsequenzen, die nachvollziehbar und individuell sind.
Die derzeitige Küchensperrung verhindert konkret Jugendarbeit:
Kochen, gemeinsames Essen und das selbstständige Nutzen von Räumen sind für viele Gruppen ein zentraler Teil pädagogischer Arbeit – sei es zur Förderung von Selbstorganisation, Gemeinschaft oder sozialen Kompetenzen. Wenn diese Möglichkeiten pauschal entzogen werden, leidet nicht nur der Ablauf, sondern auch die Motivation der Ehrenamtlichen und Jugendlichen.
Wir sind überzeugt, dass es andere, konstruktivere Möglichkeiten gibt, um auf die bestehenden Probleme zu reagieren, zum Beispiel:

  • Klare, verbindliche Nutzungsregeln, die gemeinsam mit den Gruppen erarbeitet und transparent kommuniziert werden
  • Verantwortungsübernahme durch Verursacher, etwa durch Reinigungsdienste, zeitlich begrenzte individuelle Nutzungsausschlüsse oder begleitete Nutzung
  • Dokumentation von Verstößen mit abgestuften Konsequenzen statt pauschaler Maßnahmen
  • Einführung von Küchendiensten oder Patenschaften durch feste Gruppen
  • Pädagogische Gespräche statt rein administrativer Sanktionen

Unser Ziel ist es ausdrücklich nicht, Probleme kleinzureden oder Verantwortung von uns zu weisen. Im Gegenteil: Wir möchten Teil einer Lösung sein, die sowohl Ordnung und Verlässlichkeit sichert als auch den pädagogischen Auftrag der Einrichtung ernst nimmt.
Wir würden uns daher sehr wünschen, wenn der Vorstand die Küchennutzung zeitnah wieder ermöglicht und der SJR gemeinsam an tragfähigen Regelungen arbeitet, die Fehlverhalten adressiert, ohne Engagement und Jugendarbeit insgesamt zu blockieren.

Lasst uns das Thema gerne auf der Vollversammlung unter TOP Sonstiges angehen!

Liebe Grüße

John Erkens von Stamm Parzival

Moin John,

du scheinst dich sehr mit LLMs zu beschäftigen, das macht die Texte nicht nur unnötig lang, sondern auch oft fehlerbehaftet und frisst unnötig Strom → Hirn an, KI aus…

Hier muss ich dir widersprechen, die Küche taucht in der “Rahmenvereinbarung zur Raumnutzung” nicht auf. Demnach hat auch niemand hier irgendeinen Anspruch. Eine Küche wird für die Jugendarbeit auf jeden Fall nicht zwingend benötigt.
Keine Ahnung ob Ihr als Stamm einen Einzelvertrag für die Küche oder den anderen Räumen, die derzeit als Lager zweckentfremdet werden, habt. Diese stehen somit nicht mehr der Allgemeinheit, also der Jugendarbeit zur Verfügung stehen. Dafür haben wir Lagerparzellen und Wandschränke die man anmieten kann.

Du kannst dem SJR aber auch gerne ein “Kriegsverbrechen” andichten (drauf möchtest du doch sicher mit der Kollektivstrafe hindeuten), dies sorgt aber für noch mehr Unmut.

Es wirkt so als seist du äußerst unzufrieden. Gehe doch einfach mal auf den SJR-Vorstand zu und redet. Hier im Forum durch KI generiert seinen Frust rauszulassen hilft in dieser Situation auch niemand und verbrennt nur Ressourcen.

Und zurück zur Küche, ich bin für eine vorübergehende Schließung. Ich möchte nicht, dass noch mehr Inventar verschwindet oder verdreckt wird.
Der Umgang mit der Küche war bisher mangelhaft. Auch nach dem Anbringen von Küchenregeln und Meldung hier im Forum kam es zu keiner Besserung.

Liebe Grüße

Jens Ellerbrock

Freifunk Nordwest e. V.

Moin Jens,

ich finde es sehr schade, dass du weg von einer sachlichen Diskussion gehst und mir vorwirfst, ich würde mein Gehirn nicht benutzen. Ob die Nutzung von KI auch ohne „angeschaltetes Hirn“ funktioniert, sollte aber nicht Teil dieser Diskussion sein. Genauso deine Aussage, dass wir die Räume als Lager nutzen würden. Es wäre schön, wenn die Schränke oder Lagerparzellen angemietet werden könnten. Vielleicht dürft ihr das, aber unser Bedarf wird auf eine Parzelle und 10 Schränke begrenzt.

Du vergleichst Ernsthaft unsere Kritik mit dem „Andichten eines Kriegsverbrechen“?! Das finde ich äußerst fragwürdig und hoffe, dass du diese Aussage reflektierst.

Schade, dass du nicht auf unsere Meinung zu der hier gelebten Pädagogik eingehst. Und ja im Forum wurde das Problem angesprochen, aber man merkt beim Lesen der letzten Forumsbeiträge schnell (fast keine Vereine beteiligen sich), dass es als einziger Punkt der Kommunikation untauglich ist.

Wie gesagt: wir können gerne auf der kommenden Vollversammlung die Diskussion fortführen, aber dann bitte sachlich.

Viele Grüße

John Erkens von Stamm Parzival

Lasst uns das Thema gerne auf der Vollversammlung unter TOP Sonstiges angehen!

Sei doch so gut und beantrage einen Tagesordnungspunkt, wenn du das thematisieren möchtest. Der TOP „Sonstiges“ ist kein Auffangbecken für Faulheit.

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Hallo,

hier Nico und Greta vom Trupp Sarazenen aus Stamm Parzival. Wir finden es auch überaus schade, dass so etwas passiert. Aber dennoch finden wir die Konsequenz nicht angemessen. Wir nutzen in unserer Jugendarbeit ab und zu mal spontan die Küche und hinterlassen diese stets ordentlich. Unser Programm leidet unter dieser Maßnahme, obwohl wir uns nicht als Teil des Problems empfinden. Auch bereits geplantes Programm in der Küche kann nun nicht mehr stattfinden.

Wir hoffen sehr, dass demnächst eine bessere Regelung für die Küche gefunden werden kann und wir unser Programm wieder in vollen Zügen stattfinden lassen können.

Liebe Grüße und Gut Pfad :fleur_de_lis:

Nico und Greta (stellvertretend dem Trupp Saraze

nen)

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Also wir haben auch nur eine Parzelle, die wie man von außen sieht bis oben hin voll ist.

Wenn ihr zehn Schränke habt, habt ihr vermutlich deutlich mehr als die anderen Vereine.

Vielleicht solltest du einmal in dich gehen und gesetzte Anführungszeichen nicht (bewusst) falsch interpretieren. Zu meiner Schulzeit haben wir die Kriegsverbrechen-Karte und die Genfer Konventionskarte bei jeder Art der Strafe der Lehrkraft oder Schule gezeigt.

Wenn ihr unglücklich seid, aber auch nicht kompromissbereit, was hält euch da?

Dir ist bewusst, dass das Forum öffentlichkeit ist? Wenn du so einen Groll gegen den SJR hast, dann frage ich mich warum du weiterhin hier bist und rumtrollst.

Ich bin raus aus dieser Diskussion, mir wird das hier zu trollig von deiner Seite.

do not feed the trolls

Moin Simon,

Danke für den Hinweis! Ich dachte, dass die Klärung der Küchenproblematik auch im Sinne des Vorstands ist und ging davon aus, dass es eben unter Sonstiges besprochen wird. Dort wurde ja letztes Mal auch ein ähnlich wichtiges Thema (der bevorstehende Umzug) besprochen. Keine Faulheit - nur ein Vorschlag nach gelebter Praxis.Entschuldige!

Liebe Grüße